Ständige Begleiter sind die Felsformationen der Dolomiten: der Peitlerkofel, die Geislerspitzen, Lang- und Plattkofel. Dank zahlreicher Zu- und Abstiege kann man die 4-Tagestour auch verkürzt und die Etappen einzeln begehen.
Donnerstag, 17.06.26 - 1. Etappe: Rodenecker und Lüsner Alm
Ich starte mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Olang um 8.15 Uhr und erreiche um 9.30 Uhr den Zumis-Parkplatz auf der Rodenecker Alm.
Ausgehend vom Parkplatz folgt man dem Schöpfungsweg (er führt vom Parkplatz Zumis bis zur Bergkapelle Pianer Kreuz) und über die Markierung Nr. 2 die Roner Alm (heute Naturhotel) und das Pianzer Kreuz, eine Kapelle wo ich zu einem Gebet kurz einkehre. Es ist dies ein Ort der Besinnung, der Ruhe und des Dankes. Dort sind viele Sterbebilder hinterlegt und man gedenkt der lieben Verstorbenen.
Die erste Abzweigung rechts führt über den Steig Nr. 2A zur Steiner Alm und um die Mittagszeit erreiche ich die Schutzhütte Kreuzwiesen Alm, wo ich mich kurz stärke und meinen Wanderweg dann auf der Markierung Nr. 12 fortsetze. Über Waldgebiet erreiche ich den Steig Nr. 10 mit den ersten Gipfeln der Dolomiten in Sichtweite. Ich erblicke den Peitlerkofel, die Aferer Geisler, die Geislerspitzen und Schritt für Schritt erreiche ich das Jakobsstöckl - eine malerisch kleine Wallfahrtskapelle auf 2.025 m, die 1844 erbaut und dem hl. Jakob geweiht ist - die Wieser Alm und den Glittner See. Ich mache einen Abstecher zum Gipfelkreuz des Col da Lè (Nr. 26), nun wieder absteigend auf den Weg Nr. 1A zum Lüsner Joch und dann weiter auf dem Weg Nr. 1 zur Maurerberghütte. Dies wäre das Ziel für die 1. Etappe und in der neuen Hütte werden auch Übernachtungsmöglichkeiten angeboten.
Da ich aber morgen einen unaufschiebbaren Termin einhalten muss, entschließe ich mich zum Parkplatz Pè de Börz (Nr. 1) abzusteigen und mit Bus um 17.50 Uhr und später mit dem Zug nach Hause zu fahren und den Weitwanderweg zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.
1.000 m im Aufstieg - 800 m Abstieg - 25 km - 7 St.
Donnerstag, 02.07.26: 2. Etappe - Parkplatz Pè de Börz - Brogles-Alm
Nachdem die Wetterprognose für die nächsten Tage gut aussieht, entschließe ich mich, den Weitwanderweg DOLORAMA fortzusetzen.
Ich fahre mit dem Zug um 7.15 Uhr in Olang ab und gelange mit dem Bus um 8.45 Uhr zum Parkplatz Pè de Börz, wo ich meine Wanderung fortsetze.
Über Weg Nr. 1 steigt es kurz an zum Würzjoch auf 2.000 m. Nun geht es Richtung Peitlerkofel mit herrlichem Blick zu diesem Bergmassiv und zur Hütte Munt de Fornela. Dort zweige ich ab ostwärts auf markiertem Steig Nr. 8B, auch "Rundweg Peitlerkofel" entlang der blühenden Peitlerwiesen zur Ütia de Göma und über das Gömajoch zur Ütia Vaciara. Jetzt steigt es an und über den Rücken des Munt dla Crusc erreiche ich das Kreuzkofeljoch und sehe gleich unterhalb die Schlüterhütte auf 2.300 m. Vorher mache ich noch einen Abstecher zum Zendleser Kofel auf 2.422 m - herrlicher Blick zu den Geislerspitzen mit Sass Rigais (ein Dreitausender, auf den ich mit Sohnemann Hannes schon früher einmal war) und Furchetta - mit anschließender Einkehr in die Schlüterhütte zum verdienten, guten Mittagessen. Ein Verdauungsschnapsl, spendiert vom Hüttenwirt, tut dieser anstrengenden Tour gut.
Die schönen Gipfel der Dolomiten, UNESCO-Welterbe, immer im Blick, geht es weiter zur Brogles Hütte. Ab Schlüterhütte folgt man den Steig Nr. 33 absteigend zur Gampenalm. Anschließend führt die Markierung Nr 35 auf Wirtschaftsweg zum Adolf-Munkel-Weg. Man folgt diesem bis zur Senke von Weißbrunn und westwärts hoch zur Brogles Hütte auf 2.045 m, die ich um 18.00 Uhr erreiche.
Die Übernachtung ist bereits vorgebucht (hat erst ab 01.07.26 offen, daher noch wenig Betrieb) und nach dem Abendessen und dieser langen und anstregenden Wanderung, ruhe ich mich frühzeitig im Zimmer aus.
1.150 m Aufstieg - 1.000 m Abstieg - 24 km - 7 1/2 St.
Freitag, 03.07.26: 3. Etappe - Brogles-Alm - Lajen
Nach dem Frühstück auf der Alm verabschiede ich mich und starte um 8.30 Uhr meine dritte und letzte Etappe auf dem Doloramaweg.
Der Markierung Nr. 31 folgend erreiche ich den Brogles-Sattel. Die Route führt nun auf längerer Strecke durch die flachen Almwiesen an den Raschötz-Südhängen entlang nach Westen und in Sichtweite ist jetzt bereots die Raschötzhütte. Nun erblickt man die Langkofelgruppe und ein Abstecher zum schönen Außerraschötzer-Gipfelkreuz auf 2.281 m ist Pflicht. Dort oben sind natürlich sehr viele Fotografen/innen anzutreffen, ich halte mich nicht sehr lange auf und gehe abwärts zur Heiligkreuz-Kapelle, in der ich kurz im Gebet verweile.
Die Dolorama-Route führt bei der Heiligkreuz-Kapelle in nördlicher Richtung über felsbruchartiges Gelände abwärts zu den Bergwiesen am Tschatterlin Sattel. Die Wanderung verläuft nun auf Forstweg zur nahen Ramitzler Schwaige (1.815 m), wo ich kurz einkehre und Hunger und Durst stille.
Weiter geht es auf dem Wirtschaftsweg zur Unterpulghütte und auf längerer Strecke (Markierung Nr. 35 und Nr. 34) im Wald abwärts, am Dörfchen Tschöfas vorbei, durch die Felder nach LAJEN, Endziel des DOLORAMAWEGES.
Ich komme dort um 15.15 Uhr an, besteige den Bus nach Klausen und fahre mit dem Zug heimwärts.
400 m Aufstieg - 1.300 m Abstieg - 17 km - 5 1/2 St.
Insgesamte Strecke Doloramaweg: 2.550 m Aufstieg - 3.100 m Abstieg - 66 km - 20 Stunden
In der Ausschreibung sind 4 Tage angegeben, ich hatte die Gesundheit, Willen und Ausdauer diese Strecke in 3 Tagen zu bewältigen. Es ist machbar, man braucht die nötige Kondition und Einstellung dazu. Bleibende Eindrücke sind das Ergebnis dieses mittelschweren Weitwanderweges, den ich allein gegangen bin.






























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