Gesagt, getan und so haben sich folgende Teilnehmer/innen zu diesem Abenteuer gemeldet:
Die Insel Korsika (Korsisch Corsia, Frz. Corse) ist zu einem Großteil Naturpark und ein wahres Wanderparadies mit wilden Schluchten, Kastanienwälder, Korkeichen- und Buchenwälder, Lariciokiefern, Macchia und klare Bergflüsse mit "Gumpen", die zum Baden einladen.
Wildschweine und Mufflon. Aus der Ferne haben wir einen Hirsch vernommen (Brunftzeit).
Von den Vögeln sahen wir Bussarde in einiger Entfernung. Sonst haben wir wenig Vogelgesang vernommen.
Frankreich und ist ab diesem Zeitpunkt französisches Staatsgebiet.
Die Insel hat eine Fläche von 8.680 km² und 315.000 Einwohner. Hauptstadt und Verwaltungssitz ist Ajaccio (Geburtsort von Napoleon Buonaparte mit heute 67.000 Einwohner). Weitere Städte wo wir waren sind Bastia (43.000), Porto (11.000) und Corte (7.000). Corte war die alte Hauptstadt Korsikas im Zentrum der Insel und ist heute Sitz der Universität.
Die Nord-Süd-Länge beträgt 180 km und die Breite 83 km. Die kürzeste Entfernung zur italienischen Küste beträgt 83 km (Livorno) und zum südlicher gelegenen Sardinien gar nur 12 km.
Die höchste Erhebung auf dieser wildromantischen Insel ist der Monte Cinto mit einer Höhe von 2.705 m; außerdem gibt es noch weitere 50 Berge die höher sind als 2.000 m.
Um 13.30 Uhr wurden die Olanger Wanderer im Dorfzentrum mit einem Taxi abgeholt und die anderen Teilnehmer gesellten sich dann entlang der Pustertaler Straße dazu. Wanderführer Josef begrüßte uns in St. Sigmund und die zwei letzten Damen kamen in Bozen dazu.
So war unsere Gruppe nun komplett und über Brescia und Cremona erreichten wir um 20.30 Uhr den Hafen von GENUA.
verließ es den Hafen. Das Abendessen wurde im Restaurant eingenommen und die Kabinenzuteilung erfolgte durch Losentscheid!
Um 6.30 Uhr des nächsten Tages mußten wir die Kajüte bereits verlassen und um 8.00 Uhr legte die Fähre in BASTIA an.
Von Bastia brachte uns ein Taxi nach einstündiger Fahrt zu unserem Ausgangspunkt Moriani-Plage.
Vor unserem Start genehmigten wir uns noch das Frühstück und um 10.00 Uhr schulterten wir unsere schweren Rucksäcke (ca. 12 kg) und marschierten los. Josef ging voran und die 10 Teilnehmer dieser Wanderwoche auf Korsika folgten ihm auf Schritt und Tritt.
Wir gingen an den Häusergruppen von Castellana, Repiola und Tribbiolu vorbei und hatten von dort aus noch einen beeindruckenden Blick zurück in Richtung Küste.
Um 14.00 Uhr erreichten wir unser erstes Etappenziel Penti.
Der erste Tag war nicht sehr anstrengend und wir hatten auch
deshalb genügend Zeit uns zu erholen.
Ein kurzer Abstecher zu einer Häusergruppe gab uns zu verstehen, dass die Menschen hier noch sehr bescheiden leben.
Das Abendessen bereiteten wir uns selber zu und suchten um 21.30 Uhr, nach einer Lagebesprechung und Schnapsverkostung bei Josef, unsere Schlafgemächer auf.
mitten in der Nacht.
Strecke: 10,2 km - Gehzeit: 3 1/4 St.
Anstieg: 655 m - Abstieg: 42 m
Sonntag, 14.09.14: PENTI - PIANELLO
Der Weckruf erfolgte um 6.00 Uhr. Unser selbstgemachtes Frühstück ließen wir uns schmecken und um 7.45 Uhr machten wir uns auf dem Weg.
Auf einem alten, teils mit Steinplatten angelegten Serpentinenweg, durch lichten Kastanienwald und durch duftende Macchia erreichten wir in der Valle d'Alesani die Kapelle San Alesiu, nachdem wir am Monte Negrine, Bocca di Sambuchi und Bocca Frate Mortu vorbeimarschiert sind.
In die Kapelle wollten wir einkehren, aber nachdem diese verschlossen war, sangen wir auf diesem wunderschönen Aussichtspunkt ein Marienlied.
Nachdem wir erst ca. die Hälfte der Strecke bewältigt hatten, chauffierte uns die Chefin des Restaurants die schweren Rucksäcke nach Perelli.
Über die Bocca di Pianezzolla und den Bach Bravona überquerend und zwischen den Häusern von Poggio gelangten wir gegen 19.30 Uhr zur "Gite d'Etape" im terrassenförmig angelegten Pianello.
Müde betraten wir unsere Schlafstätte und vor der Nachtruhe um 22.00 Uhr war noch ein Abstecher bei Reinhold zum obligaten "Betthupferl" angesagt.
Strecke: 22,9 km - Gehzeit: 9 3/4 St. (reine Gehzeit)
Anstieg: 1.365 m - Abstieg: 1.188 m
Montag, 15.09.14: PIANELLO - CORTE
Für heute wäre die strengste Etappe angesagt gewesen, aber es kam anders als geplant.
Frühstück gab es erst ab 8.00 Uhr und so waren wir zeitmäßig schon eingeschränkt.
Gleich kreuzten uns wieder wilde Hausschweine und Patronenhülsen lagen entlang unseres Weges.
Nicht nur Menschen- sondern auch Autofriedhöfe sah man entlang der Wegstrecke. Nicht gerade einladend war dies teilweise.
Wir durchwanderten korsische Wildnis und erreichten die Kapelle San Pancrazio und auf kaum befahrenen Sträßchen und alten Dorfverbindungswegen gelangten wir zu den winzigen Dörfern von Mazzola, Alzi und Alando.
Es war gerade Mittagszeit und wir kehrten in einer am Straßenrand gelegenen Bar in Alando ein.
Den eigenen Käse und Schweineschinken bot er uns auch noch zur Verköstigung an und so mußte Josef langsam an ein Alternatiprogramm denken.
Von der angekündigten längsten Etappe ist eine kürzere geworden, aber für das Gemeinschaftsgefühl sicher eine lohnende!
Die "Citadelle" ist das Wahrzeichen von Corte und thront auf einem 100 m hohen Felssporn.
Das "Museè de la Corse" wurde im Jahre 1997 in der Zitadelle eröffnet und bietet einen anschaulichen Überblick über die Geschichte der Insel, ihre Kultur und Wirtschaft (dies habe ich einer Beschreibung entnommen).
Bettruhe: 22.00 Uhr.
Strecke: 15,2 km - Gehzeit: 4 1/4 St.
Anstieg: 200 m - Abstieg: 400 m
Dienstag, 16.09.14: CORTE - REFUGE A SEGA
Abmarsch erfolgte um 8.45 Uhr.
Auf Halbweg erreichten wir eine Fußgängerbrücke und unmittelbar vor ihr eine Quelle.
Nun fing der Weg an steiler zu werden und durch Kiefernwald ging es Richtung Plateau von A Sega. In der Nähe der Refuge A Sega haben gar einige Wanderer bereits ihre Zelte aufgeschlagen, ein Zeichen dass man hier auch den GR20 kreuzt (Nord-Süd-Wanderweg) und daher mehr Bewegung war.
In der Refuge A Sega sind wir um 15.00 Uhr angekommen und man hat uns gleich die Schlafstätten zugewiesen; leider fanden wir keine Polster und Decken vor und so hat sich unser Wanderführer Josef darüber beschwert. Es wurden uns daraufhin andere Zimmer zugeteilt, die auch sauberer und freundlicher waren.
Johanna und Theresia begaben sich zu den nahegelegenen Gumpen und nahmen ein frisches Bad.
Die restlichen Stunden bis zum Abendessen verbrachten wir auf der Terrasse des Refuge, unterhielten uns dort in fröhlicher Runde und genossen das Kastanienbier "Pietra".
Vor dem Abendessen war noch Massage angesagt, leider war die dafür notwendige Unterlage zu schwach!
wir uns um 22.00 Uhr.
Strecke: 12,5 km - Gehzeit: 5 1/4 St.
Anstieg: 760 m - Abstieg: 100 m
Mittwoch, 17.09.14: REFUGE A SEGA - ALBERTACCE
Wiederum bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen marschierten wir nach dem Frühstück um 8.15 Uhr los.
Beim Abstieg, vorbei an Prombeeren- und Ginstersträuchen, gelangten wir zuerst zum Stausee von Calacuccia und nach einem kurzen Straßenabschnitt in das gleichnamige Dorf.
schmecken. Inzwischen hatte der Regen eingesetzt und wir waren froh unter einem Dach zu sein.
Der Himmel hellte wieder auf, der Regen war vorbei und wir setzten unseren Weg nach Albertacce fort. Dort kamen wir um 15.30 Uhr an.
Die Kirche im Dorf war offen und so kehrten wir ein und die
Geschwister Brunner stimmten ein Marienlied an.
Mit ein paar Liedern erfreuten wir noch die anwesenden Gäste in diesem Restaurant, auch wenn sie wahrscheinlich den Text nicht verstanden haben.
Strecke: 12,4 km - Gehzeit: 4 3/4 St.
Anstieg: 600 m - Abstieg: 960 m
Donnerstag, 18.09.14: ALBERTACCE - EVISA
Auf dieser Passhöhe packten wir noch unsere restlichen Essensvorräte aus und genossen den Rundumblick bei bester Sicht.
Das Abendessen um 20.00 Uhr war ausgezeichnet und vor dem Schlafen gehen beglückte uns Reinhold noch mit seinem "Blumengeflüster" (Lachen ist gesund)! Supi!!!
Strecke: 23,6 km - Gehzeit: 8 1/4 St.
Freitag, 19.09.14: EVISA - PORTO
Unsere letzte Wanderetappe.
Das Frühstück war auf 8.00 Uhr angesetzt und der Start erfolgte um 9.00 Uhr.
wir konnten endlich die schweren Rucksäcke nach der einwöchigen Wanderung abladen.
Strecke: 15,2 km - Gehzeit: 4 1/2 St.
Anstieg: 230 m - Abstieg: 1.000 m
Porto verließen wir um 14.30 Uhr und wir konnten auf der dreistündigen Rückfahrt zur Ostküste bzw. nach Bastia gar einige Wegstrecken verfolgen, die wir zu Fuß gegangen sind. Auch die Schweine verfolgten uns noch entlang der Straße.
In Bastia suchten wir das Hotel Bonaparte, unsere letzte Übernachtungsstätte auf der Insel. Wir machten uns frisch bevor wir zum Hafen gingen.
Die Nachtruhe ließ aber zu wünschen übrig, merkte man doch dass man in der Stadt war und nicht mehr im Gebirge.
Samstag, 20.09.14: Rückreisetag
Nach dem Frühstück um 7.00 Uhr holten wir noch unsere Rucksäcke und gingen zum Hafen, wo wir bereits die Fähre MOBY sahen, die uns auf ruhiger See nach LIVORNO brachte.
In einer Bar am Hafen von Livorno stillten wir noch unseren Hunger.
Der Taxidienst Bruneck brachte uns dann alle gesund wieder nach Hause. Beim einzigen Stop auf der Autobahn in Südtirol verabschiedeten wir uns noch mit dem Versprechen, uns im Herbst bei Agnes in Steinegg zum "Törggelen" zu treffen.
Zusammenfassung:
Zu Fuß zurückgelegte Strecke: 112 km
Insgesamte reine Gehzeit : 40 Stunden
Höhenmeter im Aufstieg : 4.840 m
Abstieg : 4.840 m
Bastia |
2 Kommentare:
Sehr schöne Inspirationen auf eurem Blog. Ich liebe das Wandern in den Alpen. Mache am liebsten Urlaub in Schenna. Gruß, Wolf
Ich liebe Tirol. Ein Wellnesshotel 4 Sterne Tirol, mehr braucht es für uns nicht :)
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