1) Sa, 04.11.2012: Garmisch Partenkirchen - Eschenlohe
Um 5.30 Uhr starteten wir in Olang mit Franz. Über den Brenner nach Innsbruck, über den Zirler Berg nach Seefeld und über die deutsche Grenze in Scharnitz gelangten wir zeitig nach Garmisch Partenkirchen.
Auf dem Walderlebnispfad, welcher 18 interessante Stationen aufweist, wanderten wir an Farchant vorbei und gelangten nach Oberau, wo wir uns kurz stärkten.
Ein Abstecher nach Ettal durfte natürlich nicht fehlen. Ca. 5 km sind es zu Fuß bis dorthin. Heute führt eine der belebtesten Touristikstraßen durch Ettal und weiter nach Oberammergau und zum Schloss Linderhof.
Im Klostergasthof verspeisten wir einen typisch bayrischen Schweinebraten und haben dann gestärkt wieder den Rückweg nach Oberau angetreten. Auch das klostereigene Bier mußten wir testen und es schmeckte gut.
Mit dem Auto erreichten wir um 19.30 Uhr wiederum Olang.
Reine Gehzeit: 6 1/2 St. - Zurückgelegte Strecke: ca. 26 km.
2) Sa, 17.11.12: Eschenlohe - Benediktbeuern
Um 7.30 Uhr bei noch frischen Temperaturen, aber herrlichem Wetter, machten wir uns auf den Weg. Wir wanderten bis Ohlstadt und über den "Stöcklweg", teils durch Wiesen und Wald, über einen kurzen Anstieg und den Abstieg über einen Waldweg erreichten wir Schlehdorf am Kochelsee im Tölzer Land.
Die um 1780 fertiggestellte Kirche ist im Barockstil erbaut und gehört der Pfarrei als Pfarrkirche. Das Klostergebäude gehörte anfänglich den Benediktinern, wurde von den Augustiner-Chorherren übernommen und im Jahre 1902 von den Missionsdomenikanerinnen von Augsburg gekauft.
vormittag, also noch vor 12.00 Uhr, eine Weißwurst verspeisen, gab es aber leider keine und so marschierten wir mit leerem Magen weiter bis Kochel am See. Dort haben wir im Gasthof "Post" zu Mittag gegessen. Natürlich waren wir zuerst am Seeufer und haben noch ein paar Aufnahmen gemacht.
Über den Prälatenweg (Fernwanderweg mit einer Gesamtlänge von 140 km: führt von Marktoberdorf im Allgäu nach Kochel am See) wanderten wir ebenhin ca. 8 km nach Benediktbeuern, einer Gemeinde des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen am Fuße der Benediktenwand mit ca. 3.500 Einwohnern.
Die wunderschöne Klosterkirche St. Benedikt (Basilica minor), in der wir auch eingekehrt sind, ist die ehemalige Abteikirche und jetzige Pfarrkirche in Benediktbeuern; sie ist auch ein bekannter Wallfahrtsort. Die Armreliquie des Hl. Benedikt ist in der Kirche aufbewahrt.
Im angrenzenden Klosterkeller haben wir zum Abschluss noch ein Bier getrunken und nachdem die Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Eschenlohe sehr schlecht waren, sind wir ausnahmsweise mit einem Taxi, der sich als Kenner nicht nur des bayrischen Fußballs sondern auch als Beziehungsperson zu bayrischen CSU-Größen und natürlich auch als Südtirolfreund ausgab, zurück zu unserem geparkten Auto gefahren worden.
Franz hat uns in gewohnter Weise wieder gut zurück nach Olang gebracht, wo wir um ca. 19.30 Uhr eintrafen. Ein langer, anstrengender aber erlebnisreicher Tag ging zu Ende.
Reine Gehzeit: 7 1/4 St. - Zurückgelegte Strecke: ca. 30 km.
3) Sa, 24.11.12: Benediktbeuern - Bernried am Starnberger See
Abholtermin an diesem Samstag wiederum um 5.00 Uhr in der Früh.
Bei einem kurzen Zwischenstopp auf der Autobahn erreichten wir um 7.30 Uhr Benediktbeuern und bei angenehmen Temperaturen und gutem Wanderwetter marschierten wir zu Dritt wieder los. Zuerst besichtigten wir noch das Kloster und die Kirche in Benediktbeuern, Ankunftsort der letzten Etappe. Das letzte Mal haben wir zwei Störche vor dem Klostergebäude gesehen, diesesmal machte uns Franz auf die zwei Storchennester auf einem Kamin des Klosters aufmerksam.
Durch Wiesen- und Waldwege und ab und zu dem Flusse Loisach entlang erreichten wir nach ungefähr 12 km die "Heuwinklkapelle", offiziell Wallfahrtskirche zu unserer Lieben Frau, am Ostrand von Iffeldorf gelegen. Sie gehört zu den schönsten Kapellen im bayrischen Oberland, ist eine Marienwallfahrtskirche und wurde im Jahre 1701 eingeweiht. Den Anlass zum Bau dieser Kapelle gab eine spätgotische Marienstatue, die am Hochaltar der Pfarrkirche von Iffeldorf gestanden hatte.
Nun gelangten wir über den Prälaten-, Jakobs- und König-Ludwig-Weg in ein sehr mooriges Naturschutz-, Fauna- und Floragebiet am Großen Ostersee gelegen. Es ist Bayerns schönstes Biotopgebiet und liegt südlich des Starnberger Seees. Der Wanderweg führt ausserdem an der Klinik "Lauterbacher Mühle" vorbei.
Gasthof Post ein Abendessen schmecken ließen und mit dem Seniorchef dieses Restaurants eine "mords Hetz" hatten. Wir konnten uns aber nicht zu lange aufhalten, weil wir noch einen weiten Rückweg hatten.
Gegen 21.00 Uhr trafen wir dann wieder wohlbehalten in Olang ein.
Gehzeit: 6 3/4 St. - Zurückgelegte Strecke: ca. 27 km
Nachdem in Bayern in den Niederungen auch schon der erste Schnee gefallen ist, werden wir dann unsere Wanderung bis Augsburg im nächsten Jahr fortsetzen.
4) Sa, 13.07.13: Bernried am Starnberger See - Andechs
Um 5.00 Uhr starteten wir (immer die gleichen Drei) in Olang bei wolkenlosem Himmel.
Um 8.00 Uhr war Abmarsch und der Uferseeweg des Starnberger Seees führte uns Richtung Tutzing, vorbei am Buchheimer Museum, wo wir eine Eiche bewunderten. Sie wird als "Blitzeiche" beschrieben, weil sie im Sommer 2011 von einem Blitz getroffen und dadurch in der Mitte des Stammes aufgerissen wurde. Das geschätzte Alter des Baumes ist 300 - 400 Jahre.
Der Hunger war noch nicht zu groß und so steuerten wir, über einen kurzen Abschnitt des König-Ludwig-Weges, Andechs im Landkreis Starnberg an. Nach einem kleinen Umweg gelangten wir nach Fischen am Ammersee und von Erling aus erblickten wir bereits Andechs.
Vorher gingen wir natürlich in die Klosterkirche und dankten für diesen schönen Tag.
Das Kloster Andechs ist ein Benediktinerkloster und gehört zum Bistum Augsburg. Die Wallfahrtskirche Andechs wurde nach einem Brand im Rokokostil erbaut und ist der zweitgrößte Wallfahrtsort Bayerns, nach Altötting.
In der Klosterkirche ist auch der bekannte Komponist Carl Orff (1895 - 1982) begraben.
Mit einem Taxi fuhren wir nach Bernried zurück und Franz chauffierte uns anschließend nach Olang, wo wir gegen 21.30 Uhr eintrafen.
Gehzeit: 7 1/4 St.
Zurückgelegte Strecke: ca. 32,5 km
5) Fr, 19.07.13: Andechs - Kaltenberg
Um 5.00 Uhr früh hieß es wiederum startbereit sein und wir benutzten für die Hinfahrt nach Andechs die gleiche Strecke wie bei der Rückfahrt am 13. Juli 2013.
N.B.: Durch anklicken "Weitere Informationen" auf Seite 2
Die katholische Filialkirche St. Jakobus in Schondorf, in der wir
kurzs verweilten, ist ein romanischer Tuffsteinbau. Das doppelgeschossige Gotteshaus gilt als eine der bedeutendsten hochmittelalterlichen Kleinkirchen Südbayerns.
Die Erzabtei Sankt Ottilien ist ein Kloster der Missionsbenediktiner und gehört zur Diözese Augsburg. Die Wallfahrt zur Hl. Ottilia ist bereits seit 1365 nachgewiesen.
Die Abteikirche mit ihrem 75 m hohen Turm überragt und
beherrscht das Klosterdorf.
In Sankt Ottilien legten wir auch unsere Mittagspause ein.
Diese Ritterturniere werden jährlichen von zehntausenden Menschen besucht.
Im Eingangsbereich sahen wir auch HRH Prinz LUITPOLD von Bayern, Urenkel des letzten bayerischen Königs, Ludwig III., Besitzer des Schlosses Kaltenberg, Veranstaltungsort des Ritterturniers.
Wir mischten uns unter die Ritter, nicht unter die Räuber, und
genossen sichtlich ein kühles Bier.
An diesem geschichtsträchtigen Ort haben wir beschlossen, die Wanderung von SÜDTIROL über NORDTIROL nach BAYERN zu beenden und morgen einen kulturellen Tag in Bayern anzuhängen.
Peißenberg wurden wir im Gasthof "Zur Post" fündig, genossen noch das Abendessen und verbrachten eine ruhige Nacht.
Gehzeit: 5 3/4 St.
Zurückgelegte Strecke: ca. 24,5 km
Sa, 20. 07. 2013 - KULTURTAG IN BAYERN
Nach dem Frühstück sind wir zu einer Kulturreise in Bayern aufgebrochen. Franz kennt sich gut aus, weil er öfters schon in Bayern war und so sind wir bestimmte Orte mit dem Auto angefahren.
Wessobrunn ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.
Der Ort ist überregional bekannt durch das Wessobrunner Gebet, das um 814 in althochdeutscher Sprache niedergeschrieben wurde.
Bekannt ist auch das Benediktiner Kloster und die Klosterkirche, welche im Jahre 1810 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde, nur der freistehende Glockenturm blieb stehen.
Das Kloster war durch Jahrhunderte ein Mittelpunkt für Frömmigkeit und kirchliches Leben, aber auch für Kultur und Kunst. Es gab den Anstoss für die weltberühmte Wessobrunner
An der Klostermauer steht die berühmte Tassilolinde. Sie ist ein Naturdenkmal und soll etwa 1000 Jahre alt sein. Laut der Klostergründungslegende hatte Herzog Tassilo unter ihr seinen weisenden Traum.
HOHER PEISSENBERG
Bekannt ist auch die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Die Kapelle wurde im Jahre 1514 erbaut und daraus entstand dann im 17. Jahrhundert eine Doppelkirche. Die Wallfahrt hat eine jahrhundertelange Tradition und ist bekannt als Trachtenwallfahrt.
Für die Jakobspilger ist auf dem Platz vor der Kirche eine Jakobsstatue in Holz zu sehen.
Auf dem Hohen Peißenberg geht auch der König-Ludwig-Weg vorbei, der von Starnberg nach Füssen führt.
ROTTENBUCH
Die aus dem 11. Jahrhundert stammende romanische Basilika wurde im gotischen Stil erweitert und Mitte des 18. Jahrhunderts vom Wessobrunner Stuckateur Schmuzer im Rokokostil wunderbar ausgeschmückt.
Die Augustiner Chorherren betrieben unter anderem auch die Wallfahrt auf dem Hohen Peißenberg.
WIESKIRCHE
Die Wieskirche ist eine prächtig ausgestattete Rokoko-Wallfahrtskirche und der vollständige Namen lautet "Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies".
Die Gründung der Kirche geht auf eine Wallfahrt zurück, die seit 1739 bestand.
Erbaut wurde die Kirche 1745 bis 1754 von den Brüdern Zimmermann.
1983 wurde die Wieskirche zum Weltkulturerbe erklärt und von 1985 bis 1991 restauriert.
Dieser Vorschlag wurde angenommen und in die Tat umgesetzt und wie sich's später herausstellte, war es ein tolles Erlebnis.
Das Schloss Neuschwanstein steht oberhalb von Hohenschwangau bei Füssen. Der Bau wurde ab 1869 für den bayerischen König
Ludwig II. in Form einer Ritterburg aus dem Mittelalter errichtet. Der König lebte nur wenige Monate im Schloss, er verstarb noch vor der Fertigstellung der Anlage.
Neuschwanstein ist das berühmteste der Schlösser Ludwig II. und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.
Beim Abstieg vom Tegelberg erblickten wir auch das "SCHLOSS HOHENSCHWANGAU". Es liegt direkt gegenüber von Schloss Neuschwanstein und diente der königlichen Familie als Sommerresidenz und war die Kinderstube Ludwigs II.
Wittelsbacher Ausgleichsfond.
So jetzt genug der Kultur.
Ich hoffe, auch noch weitere Touren mit Euch machen zu können.
Danke für dieses schöne Erlebnis.
6) Mi, 14.05.2014: Kaltenberg - Kissing
Erster Zielpunkt war eine Prähistorische Siedlung, welche auf der Wanderkarte so vermerkt war. Franz, Peter und ich mußten gleich feststellen, dass es hier nicht viel zu sehen gab, da alles erst im Aufbau war.
So gingen wir weiter nach Pestenacker, wo wir um die Mittagszeit eine kurze Pause einlegten um uns zu stärken und ein königliches Bier (König Ludwig) zu trinken.
Über Winkel und Prittriching gelangten wir zur Wallfahrtskirche Maria Kappel.
Die katholische Wallfahrtskirche ist in der Nähe von Schmiechen. Das ursprünglich gotische Gotteshaus wurde im 17. Jahrhundert umgebaut und im 18. Jahrhundert in Rokokoformen ausgestaltet. Die Rokokoausstattung wird durch die Ölbilder der Kreuzwegstationen ergänzt.
In Merching, einer Gemeinde mit über 3.000 Einwohnern, suchten wir vergebens eine Einkehrmöglichkeit. So wanderten wir weiter bis nach Mering, einem Markt im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg mit 13.500 Einwohnern. Dort genehmigten wir uns ein Andechser Bier, bevor wir wieder unsere Füße bewegten.
Im einzigen Gastbetrieb in Kissing fanden wir leider keine Unterkunft mehr; so fuhren wir mit der Bahn zurück nach Geltendorf und dann mit dem Auto nach Pestenacker, wo wir im "Landgasthaus Post" freundliche Aufnahme fanden. Das Abendessen schmeckte gut und nach dem langen Marsch waren wir froh uns ausruhen zu können.
Eine Anmerkung zu dieser Wanderung: die Strecke am Fluss Lech entlang wäre natürlich um einiges kürzer gewesen, aber wir wollten an diesem Tag die Dörfer etwas kennenlernen und haben so den längeren Weg in Kauf genommen.
Gehzeit: 7 1/2 St.
Zurückgelegte Strecke: 33 km
7) Do, 15.05.14: Kissing - AUGSBURG
Heute war die Wanderung am Lech angesagt, eine Abwechslung zur gestrigen Route.
Großteils auf dem Fahrradweg am Lech entlang konnten wir einem Vogelkonzert lauschen und genossen sonst die Ruhe in der Auenlandschaft.
Franz hatte Freundschaft geschlossen mit einem Hund, der ihn kurze Zeit begleitet hat!
Augsburg war schon zu sehen und um Punkt 12.00 Uhr erreichten wir, nach 11 km Wegstrecke, das Stadtzentrum.
Gar einige Erinnerungsfotos wurden gemacht und Peter hatte einen Ankunfts-, bzw. Abschlusstrunk in seinem Rucksack, den wir natürlich gerne genossen.
Wir mußten leider auch für kurze Zeit den Regenschirm aufspannen, aber das tat unserer guten Laune über die vollbrachte Leistung auf der Wegstrecke OLANG - AUGSBURG keinen Abbruch.
stets gefolgt.
Nochmals einen herzlichen Dank, dass ich dabei sein und dies miterleben durfte.
Anschließend an den Umtrunk haben wir noch die Stadt besichtigt und sind im Dom zu einem Dankgebet eingekehrt.
geht auf das römische Heerlager und die spätere römische Provinzhauptstadt Augusta Vindelicorum zurück. Damit gehört die "Fuggerstadt" zu den ältesten Städten Deutschlands.
Augsburg erhielt als erste deutsche Stadt den Preis als "Grünste und lebenswerteste Stadt" und hat einen alten, sehr sehenswerten, und einen neuen Stadtteil.
Augsburg ist Bischofssitz der römisch-katholischen Diözese und Sitz des evangelischen Kirchenkreises. Die meisten Einwohner sind katholisch.
Der Dom "Unserer Lieben Frau"ist die Kathedrale des Bistums Augsburg und gilt als bedeutendster Kirchenbau und eine der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten.
auch ein Meilenstein aufgefallen ist.
Weitere Informationen zu Augsburg können natürlich noch im Internet nachgelesen werden.
Nach der Stadtbesichtigung, um 15.00 Uhr,
Gehzeit: 2 1/2 St.
Zurückgelegte Strecke: 11 km
Insgesamt haben wir in 18 Tagen (Gehzeit insges. 113 St.) von OLANG nach AUGSBURG 422 km zurückgelegt und von OLANG nach GARMISCH PARTENKIRCHEN 13.200 m im Aufstieg und 13.340 m im Abstieg bewältigt. Ab Garmisch ging es nur mehr flach dahin.
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