Reiseleiter: Wolfgang Niederhofer - Vai e Via AktivReisen - Bozen
Meine Frau ZILLI und die beiden Söhne CHRISTIAN und HANNES haben mir zum 60. Geburtstag eine Wanderung mit Vai e Via "Quer durch Südtirol - Von Salurn zum Brennerpass" spendiert. Die Kosten haben sie übernommen, wofür ich ihnen noch nachträglich danken möchte, die Wanderung mußte ich auf "Schuster Rappen" selbst erledigen.
Ein "mulmiges" Gefühl hatte ich schon einige Zeit vorher immer wieder, da eine Wanderung von 8 Tagen eine gute Kondition erfordert und der schwere Rucksack (ca. 12 kg mit Proviant und Getränk) - laut Vorschriften der Reiseleitung - während der gesamten Wanderwoche selber getragen werden muß!
Frei nach Goethe "Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich" wird dieser Teilabschnitt Südtirols Schritt für Schritt erwandert, etwas abseits der gängigen Wege.
Kurze Wegbeschreibung:
Wanderung von Salurn nach Truden, über die Bletterbachschlucht zum Weißhorn und die ausgedehnten Waldflächen des Regglberges in das Latemar-, Rosengarten- und Schlerngebiet.
Über die Sarntaler Alpen und das Penser Joch gelangt man in die Fuggerstadt Sterzing. Am Brennerpass endet dann der Teil 4 der Wanderung "Quer durch Südtirol".
Teilnehmer:
Reiseleiter WOLFGANG; GERTRAUD, LINDE, ALFRED, KLAUS, KURT, PAUL
Sa, 23.08.08: Um 5.53 Uhr bin ich in Olang mit dem Zug abgefahren. Am Bahnho

In SALURN sind wir dann alle gemeinsam um 8.30 Uhr losgegangen Richtung BUCHHOLZ und GFRILL. Dort nehmen wir im Gasthof "Fichtenhof" ein gutes Mittagessen ein und müssen wetterbedingt bis 16.00 Uhr ausharren. Das Trudner Horn ging sich aus Zeitgründen nicht mehr aus und sind deshalb direkt nach TRUDEN weitergewandert.
Übernachtung und Früstück in einem Gasthof in Truden, wo abends auch eine "Jungfrauenabschiedsfeier" über die Bühne geht, bei welcher ein Schnäpschen ersteigert und bis zum bitteren Ende der Tour mitgetragen wird; die Wandergruppe war auf solche hochgradigen Getränke nicht eingestimmt und auch nicht erprobt!
Strecke: 20 km - Höhenmeter: 1.400 - Abstieg: 400 m - Gehzeit: 7 Stunden
So, 24.08.08: Von Truden nach KALTENBRUNN (beim Vorbeiwandern an der Kirche

Zu den Trinkgewohnheiten: Wenn es in einer Hütte oder in einem Gasthaus nur Forstbier gibt, trinken wir Weizenbier, wenn es kein Forstbier gibt, wird ein anderes konsumiert (dies auf Empfehlung des Reiseleiters Wolfgang).
Strecke: 15 km - Höhenmeter: 1.500 - Abstieg: 650 m - Gehzeit: 7 Stunden
Mo, 25.08.08: Von Jochgrimm zum LAVAZE´-PASS, REITER ALM, durch das SK

Wir starten jeden Tag um ca. 8.00 Uhr und erreichen unser Ziel zwischen 18.00 und 20.00 Uhr.
Strecke: 26 km - Höhenmeter: 1.200 - Abstieg: 1.000 m - Gehzeit: 9 Stunden
Di, 26.08.08: Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der westlichen Dolomiten

Von der Rosengarten-/Kölnerhütte kommend überqueren wir das TSCHAGER JOCH (2.630 m), gelangen zur PREUSS- und VAIOLETHÜTTE, steigen zum GRASSLEITENPASS (und Hütte: 2.599 m) auf, es geht wieder talwärts und auf der anderen Seite hoch zum MOLIGNONPASS (2.613 m) und weiter zum TIERSER ALPL, wo wir zu Mittag gut bedient und vorzüglich verköstigt werden. Beim Bier gilt immer noch die gleiche Formel. Vom Tierser Alpl geht es weiter zum Schlern, einem der Wahrzeichen Südtirols, und zum SCHLERNHAUS, wo sich die nächste Übernachtungsmöglichkeit bietet.
Vor dem Abendessen besteigen wir noch den PEZ (2.560 m) und genießen die Abendsonne.
Strecke: 17 km - Höhenmeter: 1.350 - Abstieg: 1.200 m - Gehzeit: 7 Stunden
Mi, 27.08.08 - Königsetappe: Vom Schlern erreichen wir über die SCHLERNBÖDELEH

Eine erfrischende Dusche und der wohltuende Schlaf in den neuen Zimmern ist ein Genuss.
Diese anstrengende Etappe wäre ein bischen anders zu planen (Übernachtung in der Schlernbödelehütte statt Schlernhaus oder sonst Dreikirchen, wie geplant), was wir auch unserem Reiseleiter bzw. Wanderführer Wolfgang in leisen Tönen, weil müde, zu verstehen geben.
Alfred mußte arbeitsbedingt von Waidbruck aus mit dem Zug für 2 Tage nach Hause fahren. Welch ein Glück für ihn! Am letzten Tag begleitet er uns dann wieder.
Strecke: 27 km - Höhenmeter: 1.400 - Abstieg: 2.100 m - Gehzeit: 9,5 Stunden
Do, 28.08.08: Über die VILLANDERER ALM (Einkehr Stöffelhütte) wandern wir

Über die SARNTALER ALPEN (Tellerjoch: 2.530) geht es weiter zur romantisch-urig gelegenen FLAGGERSCHARTEN- bzw. MARBURGERHÜTTE (2.481 m). Wolfgang, Klaus und Kurt besteigen die JAKOBSSPITZE, ich wandere mit den zwei Frauen weiter zur Hütte, weil ich schon das letzte Jahr mit meinem Bergkamerad Tonl auf diesem Gipfel war.
Auf der Flaggerschartenhütte sind die Männer in einem Vierbett- und die Frauen in einem Zweibettzimmer untergebracht.
Das Abendessen und das Frühstück haben wir immer in den Hütten eingenommen; das Mittagessen teilweise in Hütten oder sonst haben wir uns aus dem Rucksack bedient.
Strecke: 19 km - Höhenmeter: 1.200 - Abstieg: 600 m - Gehzeit: 7,5 Stunden
Fr, 29.08.08: Von der Marburgerhütte überschreiten wir das TAGEWALDHORN (2.7

Wolfgang und Klaus verarzten mich und so kann ich mit der Gruppe die Wanderung fortsetzen. Danke.
Es geht weiter zum PENSER JOCH (2.211 m), wo eine kurze Mittags- und Erholungspaus
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Nördlich von uns dominieren die vergletscherten Gipfel der Stubaier- und Zillertaleralpen, getrennt durch den Taleinschnitt des niedrigsten Alpenüberganges, dem Brennerpass.
Nach einem langen Abstieg erreichen wir die Fuggerstadt Sterzing, wo wir im Gasthof "Zur Post" übernachten.
Vor dem Abendessen beten wir alle gemeinsam in einer nahegelegenen Kirche und danken Gott, dass dieser Tag noch so ein gutes Ende nimmt.
Ich danke nochmals allen Teilnehmern dieser Wanderwoche für die Kollegialität und den guten Beistand an dem für mich wirklich nicht leichten Tag. Vergelt`s Gott.
Strecke: 21 km - Höhenmeter: 700 - Abstieg: 2.200 m - Gehzeit: 8,5 Stunden
Sa, 30.08.08: Der letzte Wandertag steht auf dem Programm. Vom Sterzinger Talkess

Der niedrigste Alpenübergang ist heute eine der meistbefahrendsten Transitrouten der Alpen. Nach einer intensiven Wanderwoche zu Fuß treffen wir wieder auf den Massenverkehr.
Getreu dem Motto "Kein Forstbier" haben wir uns bei einem Paulaner Bier in Bahnhofsnähe verabschiedet und sind pünktlich um 17.10 mit dem Zug vom Brenner abgefahren.
Wir verabreden uns zu einem späteren Zeitpunkt wieder einmal zu treffen, eventuell Fotos und Nachbetrachtungen auszutauschen.
Unserem Wanderführer Wolfgang sei an dieser Stelle nocheinmal herzlichst gedankt für die wirklich gute Organisation dieser Südtiroldurchquerung und vielleicht ergibt sich das nächste Jahr wieder die Möglichkeit, einen anderen Teil Südtirols zu durchwandern.
Gewisse Textpassagen habe ich der Ausschreibung "Vai e Via AktivReisen" entnommen; die Daten hat mir der Reiseleiter dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.
Strecke: 18 km - Höhenmeter: 1.250 - Abstieg: 820 m - Gehzeit: 6,5 Stunden.
Zusammenfassend ergeben sich folgende Daten:
Strecke: 163 km - Höhenmeter: 10.000 - Abstieg: 8.970 m - Gehzeit: 62 Stunden.
Pro Tag: 20 km - Höhenmeter: 1.250 - Abstieg: 1.125 m - Gehzeit: 7,75 "



Ansitz in Buchholz Vor dem Latzfonser Kreuz
10 Kommentare:
Danke Tata fir den wundobore Zusommenfossung, die schian Bildo und i bin narrisch fruah, dass du wohlerhalten wiedo zruck kemm bisch.
Fazit: Firn 70. Geburtstog missmo ins eppas ondos infoll lossn :-)
Frei me schun af dei nächstes Abenteuer in Pension,
Hannes
Kurt Niedermayr hat geschrieben
Danke Paul für Deine tolle Beschreibung.
Die Eindrücke der vorletzten Woche sind mir jetzt beim Lesen so richtig nochmals bewusst geworden.
Hallo Paul, ich beneide dich um diese Wanderung, vorallem weil ich nicht einmal die Hälfte der Strecke schaffen würde. Jetzt weiß ich aber, dass ich bis zu meiner Pensionierung fleißig trainieren muß, damit ich so wie du in Form bleibe.
Hoi Paul,
laut deiner Schilderung und den beigefügten Fotos muß deine Wanderung "Quer durch Südtirol - von Süd nach Nord" zwar sehr anstrengend, aber wunderbar gewesen sein. Für deine Kondition genau das Richtige!
Man könnte dir fast etwas neidisch sein!
Auf alle Fälle bekommt man beim Lesen deines Berichtes Lust auf ähnliche Unternehmungen.
Einige Teilstücke und Orte der verschiedenen Etappen kenne ich zwar schon, doch vieles ist mir unbekannt.
Ich wünsche dir weiterhin die Kraft und Ausdauer für solch herrliche Touren.
Hoi Paul, jetzt frei i mi no merer af die Pension. Abo des isch leider erscht in 20 Johr. Wenn ichs dann a no so dopock kann i zufriedn sein.
Sehr inspirierend! Ich habe das Wandern erst neu für mich entdeckt, 2016 nach meinem Urlaub am Kalterer See. Ich hatte eine wundervolle Zeit dort und seitdem auch richtig große Lust, mit dem Wandern fortzuschreiten!
Wir wandern regelmäßig in den Dolomiten, es war auch Liebe auf den ersten Blick, kenne da ein gut gelegenes Hotel Seiser Alm
Liebe Sandra, die Dolomiten sind sehr schön. Am besten gefielen mir jedoch die Hotels in Schenna. Dort solltet ihr auch unbedingt einmal hin. mfg Markus
Bozen ist auch schön! Ich bin im letzten Jahr im Bike Hotel Tirol gewesen, natürlich mit dem Bike! ;)
Am Sporthotel Sterzing sind auch tolle Strecken
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