Donnerstag, 26. Mai 2011

Jakobswege in Südtirol

Nachdem ich den Jakobsweg INNICHEN - BRENNER bereits im Herbst 2009 gepilgert bin (siehe http://sigimapaul.blogspot.com/2009/12/jakobspilger-tagesetappen-bis-innsbruck.html) habe ich mir vorgenommen, den restlichen Teil in Südtirol heuer in Angriff zu nehmen und zwar BRIXEN - BOZEN - SALURN und BOZEN - MERAN - GLURNS - MÜSTAIR, beschrieben im Jakobsführer von Peter Lindenthal, von welchem ich auch gewisse kulturelle Beschreibungen wiedergegeben habe.

Mi, 24.11.10: Mühlbach - Brixen
Mit dem Zug bin ich an diesem Tage bis
Mühlbach gefahren und bin einen halben Tag nach Brixen gepilgert.
Auf dem "Stöcklvaterweg", vorbei an der Stöcklvaterkapelle (Wallfahrt vor allem an den Fastensonntagen) beginnt der Wanderweg nach Aicha. Vorher trifft man im Wald auf eine Wallfahrtskapelle. Über das Riggertal gelangt man zum Kloster Neustift, welches wenige Jahre nach der Gründung durch Bischof Hartmann (1142) abgebrannt ist und ab dem Jahre 1190 mit Basilika und Spitalskirche wieder aufgebaut wurde.
Das Endziel dieser halbtägigen Wanderung war die Bischofsstadt Brixen. Sie spielte in den früheren Jahrhunderten eine wichtige kirchliche Rolle; seine geistliche Macht reichte vom Bodensee bis zur Kärntner Grenze. Der Dom aus der Gründerzeit brannte 1174 ab, der heutige Dom zu St. Ingenuin, St. Albuin und St. Kassian wurde als prächtiger Barockbau geschaffen.
In Brixen bestieg ich den Zug und fuhr wieder nach Hause zurück.

Gehzeit: 3 St. (ca. 12 km).


Fr, 06.05.11: Brixen - Lengstein/Ritten
Start in Olang mit dem Zug um 6.15 Uhr und Ausstieg in Brixen um 7.30 Uhr.
Vom Bahnhof auf dem Gehsteig entlang der Hauptstraße erreichte ich nach kurzer Zeit den Gasthof  "Wirt an der Mahr", wo auch eine Gedenkstätte des Tiroler Freiheitskämpfers Peter Mayr ersichtlich ist.
Am Wanderweg Nr. 10 nach Feldthurns trifft man auf die Jakobskirche an der Mahr und nachdem sie offen war, bin ich zu einem Gebet kurz eingekehrt.
St. Jakob an der Mahr liegt an der alten Kaiserstraße und damit auch an der Route der Rom- und Jakobspilger.
Vor Tschötsch biegt der Weg nach links ab und am Wörmannhof vorbei erlebte ich einen Höhepunkt dieses Abschnittes: den von riesigen, uralten Kastanienbäumen gesäumten alten Weg, den sogenannten "Keschtnweg". An Feldthurns vorbei gelangte ich zum Ansitz "Moar zu Viersch" und über den Weiler Pardell zum Kloster Säben. Insgesamt vier Kirchen schmücken heute den Felsen, auf den ein jahrhundertealter, wunderbarer, gepflasterter Kreuzweg führt. Ziel der Wallfahrer war vor allem die Heiligkreuzkirche auf der höchsten Stelle des Felsens, in der auch ich eingekehrt bin und voller Eindrücke diese wieder verlassen habe.
Neben der Marienkapelle, wo ich ein Foto des Altarbildes gemacht habe, befindet sich auch die Liebfrauenkirche und an dieser vorbei gelangt man nach Klausen.
Ein Aufstieg über das Tinnebachtal zur St.-Anna-Kirche, am Sturmhof vorbei und wiederum auf dem Keschtnweg nach St. Moritz und über den Zargenbach  gelangt man nach Barbian. Es ist dies ein anstrengender, aber trotzdem lohnender Weg, weil er schattig und kurzweilig ist und auch um die Mittagszeit bei diesen warmen Temperaturen angenehm zum Wandern ist. Eine kurze Mittagsrast war auch angesagt und später ging es dann über Saubach zum Verena Kirchl und nach Lengstein am Ritten. Dort bin ich um 18.30 Uhr angekommen.

Die Kirche in Saubach ist den Heiligen Ingenuin und Albuin geweiht.
Das vom Eisacktal aus schon von weitem sichtbare Verena Kirchl hoch oben auf der Kuppe wird im Jahre 1256 erstmals erwähnt.
Die Pfarrkirche zur Hl. Ottilia in Lengstein dürfte schon zur Zeit, als Kaiser Barbarossa auf der alten Straße nach Süden zog, existiert haben (Erwähnung 1177). Die Hl. Ottilia ist die Patronin der Augenleidenden.

Entlang der Wiesen und Felder lauschte ich dem "Grillenkonzert" und gar einige Eidechsen erschreckten mich unterwegs. Die ersten Walderbeeren konnte ich an diesem Tag genießen.
Im Lengsteinerhof habe ich mein Nachtquartier bezogen und nach diesem langen Weg waren die Füße froh, dass sie rasten konnten. Es war dies einer der anstrengendsten Pilgertage bisher.
An diesem Tag habe ich ca. 1.200 Höhenmeter gemacht und nachdem ich den Schrittzähler bei mir hatte, war dort am Ende des Tages die Zahl 43.000 zu lesen.


Reine Gehzeit: 9 St. (ca. 32 km)


Sa, 07.05.11: Lengstein/Ritten - Bozen
Nach dem Frühstück um 8.00 Uhr bin ich von Lengstein zur Wallfahrtskirche "Maria Saal" gepilgert und zwar betend über die Kreuzwegstationen ab dem Roanhof. In dieser Wallfahrtskirche bin ich erst mit meinen Wanderkollegen/innen vor 14 Tagen gewesen und bin auch diesemal wieder vor dem Altar gestanden.
An den berühmten Rittner Erdpyramiden vorbei (die bis zu 30 m hohen Türme schützen sich mit einem Porphyr- oder Granitblock ab und stürzt dieser dann durch Erosion in die Tiefe, verschwindet bald auch die unter ihm entstandene Pyramide) über Lengmoos - dort fand an diesem Tag eine Jubiläumsschau der Haflinger Pferde mit Musikbegleitung statt - und dem ehemaligen Hospiz des Johanniterordens erreichte ich Klobenstein, Hauptort und Sitz der Gemeinde Ritten. Ab dort führte mich die Markierung 11 nach Siffian. An der anderen Talseite ist der Ort Völs am Schlern schön zu sehen.
Über den Keschtnweg und wiederum bei Erdpyramiden im Gasterergraben vorbei erreichte ich gegen die Mittagszeit Unterinn, wo ich eine warme Mahlzeit eingenommen habe.
Bei Signat bin ich dann über St. Justina abgestiegen nach Rentsch (hier erreicht die Kaiserstraße den Talboden) und weitergegangen zum Bozner Zugbahnhof, bin dort um 15.00 Uhr angekommen und eine Stunde später mit dem Zug abgefahren nach Olang.

Was ich unbedingt anmerken muß ist, dass ich auf dem Pilgerweg von Brixen nach Bozen kein einziges Jakobsschild (Muschel oder auch andere Hinweisschilder) gesehen habe, dafür aber eine übertriebene Beschilderung des Keschtnweges.

Unter der Herrschaft der Habsburger blühte BOZEN vor allem als Handelsstadt auf und erlangte große Bedeutung als Messestadt, die sie bis heute inne hat.
Durch die Bombenangriffe im Jahre 1944 wurde die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt - seit 1964 bischöflicher Dom - zu 60% zerstört, sie wurde aber großteils mit den noch erhaltenen Originalbestandteilen wieder aufgebaut.
Im Jahre 1221 gründeten die Franziskaner eine Niederlassung in Bozen, die erste im deutschen Sprachraum. Aber auch der Franziskanerkirche setzten die Bomben arg zu.
Der Predigerorden der Dominikaner ließ sich in Bozen nieder. Die "Deutschhauskirche" (ein Juwel der Gotik, eigentlich die schönste Kirche der Stadt) und die Herz-Jesu-Kirche sind ebenfalls in der Altstadt erbaut worden, unweit voneinander entfernt.

Gehzeit: 5 1/2 St. (ca. 23 km)



Mi, 18.05.11: Sigmundskron - Kurtinig
Um 6.15 Uhr bin ich in Olang mit dem Zug losgefahren, in Franzensfeste umgestiegen und habe um 8.20 Uhr Sigmundskron erreicht.
Über Schloss Sigmundskron (dieses Schloss wurde nach der Trennung Südtirols von Österreich Symbol der Südtiroler Identität), den Starklhof, die Ortschaft Girlan habe ich die Wallfahrtskirche Maria Rast in St. Michael/Eppan erreicht und nach dem Besuch und Gebet in der Kirche habe ich eine Kerze angezündet und eine kurze Rast eingelegt. In der Wallfahrtskirche wird seit Jahrhunderten ein Gnadenbild der Mutter Gottes verehrt.      
Weiter ging es über Kaltern mit kurzem Anstieg auf dem "Paul-Troger-Weg" Nr. 4 zur Heiligkreuzkirche am Kalvarienberg, die leider versperrt war.
Ich setzte den Pilgerweg fort über die wunderschöne Seeuferstraße zum Kalterer See und St. Josef am See. Wenn wir heute von Kaltern hören oder lesen, denken wir natürlich immer an Wein oder den See. Auch die Weingeschichte Kalterns reicht weit in die Vergangenheit zurück.

Vogelgesang begleitete mich und der Weg durchquerte endlose Obst- und Weinfelder und zahlreiche dazugehörige Ansitze und Schlösser prägen die Ortsbilder (hauptsächlich von Eppan) des schon seit der Römerzeit besiedelten und klimatisch so begünstigten Plateaus. Reife Kirschen waren auch schon zu sehen und Eidechsen sonnten sich an den Wegrändern.

Über einen kurzen Anstieg erreichte ich die Jakobskirche von Kastelaz am Burghügel, ein romanischer Bau aus dem 12. Jahrhundert. Für den Eintritt in diese Kirche wird auf einem Schild an der Eingangstür auf einen Spesenbeitrag von € 2,00 hingewiesen.
Weiter ging der Fußmarsch über den Kastelazweg oberhalb Tramin nach Kurtatsch und über den Weinlehrpfad nach Entiklar. Auch hier finden wir die Ansitze und Schlösser inmitten der Weinberge und Obstgärten.
Über den "Margreider Leitenweg" erreichte ich Margreid, das letzte Weindorf im Überetsch. Es wird auch das "Dorf der Torbögen" genannt, weil dort so viele aus den verschiedenen Stilepochen anzutreffen sind.
Die letzten 2 km des Pilgerweges nach Kurtinig (ital. Cortina) wanderte ich auf der Straße; ansonsten war der Weg bis hierher ziemlich abwechslungsreich und angenehm zum Gehen. Da die Sonne um die Mittagszeit mir ziemlich zu schaffen machte, habe ich auch einen Umweg in Kauf genommen und bin über einen schattigen Waldweg gewandert.
In Kurtinig bin ich um 19.15 Uhr angekommen und habe im Landhotel "Teutschhaus" - www.teutschhaus.it - zu Abend gegessen und auch übernachtet.
Dieses Dorf ist die letzte deutschsprachige Gemeinde am rechten Etschufer. Die Kirche ist dem Hl. Martin geweiht.

Auf dem Weg von Sigmundskron bis hierher ist mir, neben den Gebeten und Besinnungen, immer wieder das Lied "Wohl ist die Welt so groß und weit", besonders der Auszug "Von Sigmundskron der Etsch entlang bis zur Salurner Klaus" eingefallen und habe es auch ab und zu gesungen. Wenn man 11 Stunden unterwegs ist hat man ja Zeit!!

Gehzeit: 9 1/2 St. (ca. 36 km, Schritte 48.500)


Do, 19.05.11: Kurtinig - Salurn
Nach dem Frühstück um 7.30 Uhr bin ich in Kurtinig gestartet und da nur mehr 1 Etappe bis Salurn anstand und ich durch eine Fußverletzung etwas gehandikapt war, bin ich zuerst zu einem kurzen Gebet in die Kirche zum Hl. Martin gegangen und dann gemütlichen Schrittes am Damm entlang bis Salurn gepilgert.
Hier, an der Sprachgrenze und der so geschichtsträchtigen Engstelle des Etschtales, ist die Pilgerreise des Abschnittes Mühlbach - Bozen - Salurn zu Ende.
Hier endet also der Südtiroler Jakobsweg im Süden und ich bin auch auf diesem von Peter Lindenthal beschriebenen Weg immer alleine unterwegs gewesen, habe in allerlei Anliegen gebetet, meditiert und auch gesungen, wohltuend für Leib, Geist und Seele.

Der nächste und letzte Teil des Jakobsweges in Südtirol von Bozen nach Meran, in den Vinschgau und nach Müstair in die Schweiz werde ich heuer zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff nehmen.

In Salurn habe ich um 10.00 Uhr den Zug nach Auer bestiegen und habe mich dort mit meinem Freund und früheren Schulkollegen Bruno getroffen und bei einigen Gläschen Wein - wenn man schon durch dieses wunderbare Südtiroler Weingebiet wandert, ist es auch angebracht, diese Pilgerwanderung entsprechend abzuschließen - über frühere gemeinsame Zeiten geplaudert. Seine Frau Marlene hat mich zum Mittagessen eingeladen (nochmals herzlichen Dank dafür) und am späteren Nachmittag bin ich dann mit dem Zug wieder nach Olang zurückgekehrt, nachdem am Abend eine Gesangsprobe anstand.

Gehzeit: 1 St. (ca. 4 km)

Auf dem Teil des Jakobsweges MÜHLBACH - SALURN bin ich 28 Stunden unterwegs gewesen und habe 107 km zurückgelegt.

Samstag, 30. April 2011

Skitouren u.a. Ereignisse - Jahr 2011

1) Mi, 01.12.2010: Brüggele - Stolla Alm - Plätzwiese - 500 hm - 1 3/4 St. (Herbert, Meinhard, Tonl)

    Sa, 08.01.11: Brüggele - Stolla Alm - Plätzwiese - 500 hm - 1 3/4 St. (Tonl)

    Do, 02.12. - Mo, 06.12.10: Kurzbesuch bei Hannes und Maijastiina in Berlin
http://sigimapaul.blogspot.com/2010/12/kurzbesuch-in-berlin.html

2) Do, 09.12.10: St. Leonhard - Armentara Wiesen - Hl. Kreuz - 700 hm - 2 St. (Tonl)

    Mi, 09.02.11: St. Leonhard - Armentara Wiesen - Hl. Kreuz - 700 hm - 2 St. (Herbert, Tonl)

3) Sa, 11.12.10: Gassl - Mitter- u. Festnerhof, Spitzhorn, Kronplatz - 1.200 hm - 2 1/2 St. (Tonl)

4) Mi, 15.12.10: Armentarola - Störes - 600 hm - 1 1/2 St. (Herbert, Meinhard, Tonl)

5) Sa, 18.12.10: Ellen - Astjoch - 650 hm - 1 1/4 St. (Günther, Herbert, Tonl)

6) Mo, 20.12.10: Gassl - Mitter- u. Festnerhof, Bracken - 650 hm - 1 1/4 St. (Treffen mit Christian, Hannes u. Maijastiina, Riffi in der Lorenzihütte)

    So, 26.12.10: Weihnachtskonzert am Stephanstag im Heilig-Geist-Kirchlein hinter Kasern (Paula u. Bruno, Zilli)

7) Di, 28.12.10: Brunstalm - 800 hm - 1 1/2 St. (immer Aufstiegszeit)

    Do, 30.12.10: Brunstalm - 800 hm - 2 St. (Rodelausflug: Anni, Martina, Zilli, Christian)

8) Mi, 29.12.10: Sexten/Moos - Klammbachalm - 650 hm - 1 1/2 St. (Zilli)

9) Mi, 05.01.11: Erste Skitour im neuen Jahr: Lutterkopf - Durrakopf - Taistner Alm - 750 hm - 2 St. - herrliches Wetter, lohnende Skitour (Herbert, Tonl)

10) Mi, 12.01.11: Würzjoch - Maurerberg - 500 hm - 1 1/2 St. (Agnes u. Herbert, Meinhard, Peter, Tonl: herrliches Wetter, traumhafte Fernsicht)

11) Sa, 15.01.11: Stalpe/Sillian - Thurntaler - 900 hm - 2 St. (Meinhard, Tonl: bei herrlichem Wetter)

12) So, 16.01.11: Wanderung bei herrlichem Wetter von Pederü nach Fanes - 500 hm - 2 St. (Elisabeth u. Hermann, Maridl u. Franz, Zilli u. Paul, Daniel, Leo)

13) Mi, 19.01.11: Obertilliach - Golzentip - 900 hm - 2 St. (Herbert, Meinhard, Tonl: leichter Schneefall und Nebel)

14) Mi, 26.01.11: San Vito di Cadore - Rifugio Scotter (Christian hatte am Vortag Dienst in diesem Gebiet) - 500 hm - 1 St. (Tonl)

15) Mi, 02.02.11: Cinque Torri (3 km vor Skigebiet) - Nuvolao - 900 hm - 2 St. (Herbert, Tonl)

16) Sa, 05.02.11: Plätzwiese - Helltaler Schlechte bei herrlichem Wetter - 750 hm - 1 1/2 St. (alleine)

17) So, 06.02.11: Brunstalm mit Rodel (AVS-Treffpunkt auf der Alm bei herrlichem  Wetter und angenehmen Temperaturen: der Weg wurde für diese Wanderung hervorragend hergerichtet, nachdem es zuvor ziemlich eisig war) - 800 hm - 1 3/4 St.

18) Sa, 12.02.11: Campill - Medalges - Kreuzjoch (herrliches Wetter) - 800 hm - 2 St. (Günther, Herbert, Tonl)

Di, 15.02.2011: Fahrt mit dem Auto nach Königssee/D (Schilder für die Bob-WM von der Farbenwelt dort abgeliefert): Abfahrt in Olang um 6.00 Uhr. Über Lienz, den Felbertauertunnel, Mittersill, Zell am See, Loferer, Berchtesgaden gelangten wir nach 225 km um 9.30 Uhr nach Königssee. Dort lieferten wir die Schilder ab und nach dem Mittagessen fuhren wir wieder zurück nach Olang (Norbert, Tonl)

19) Mi, 23.02.11: Bei herrlichem aber zuerst etwas windigem Wetter von Brückele über Stolla Alm - Gaiselleiten - Plätzwiese - 800 hm - 2 St. (Meinhard, Tonl: ist nicht Gaiselleiten gegangen sondern von der Plätzwiese Richtung Helltaler Schlechte)

Geburtstagsfeier von Hannes in Lappland
http://sigimapaul.blogspot.com/2011/03/geburtstagsreise-nach-lappland.html

20) Mi, 16.03.11: Marche - Kronplatz - 750 hm - 1 1/2 St.


21) Sa, 19.03.11: Festner Hütte - Spitzhorn - Kronplatz - 650 hm - 1 1/2 St. (Gisela)

      Mi, 06.04.11: Festner Hütte - Kronplatz - 650 hm - 1 1/4 St.
     
      Sa, 23.04.11:  Festner Hütte - Kronplatz - 650 hm - 1 1/4 St.

22) Mi, 23.03.11: St. Magdalena - Ragotz-Alm - 650 hm - 1 1/4 St. (Tonl: zu Fuß)

23) Do, 24.03.11: Plätzwiese - Dürrenstein - 850 hm - 1 3/4 St. (Günther, Stefan)

24) Sa, 26.03.11: Mit dem Privatauto nach St. Andrä - mit dem Bus über Afers nach Palmschoß - mit den Tourenskiern auf die Plosehütte - Abfahrt über die Trametschpiste nach St. Andrä - 750 hm (im Aufstieg)   - 1 3/4 St. (Tonl)

25) Di, 12.04.11: Oberegger Alm - Querweg Brackenhütte - Spitzhornpiste - Kronplatz - 700 hm - 1 1/2 St.

      Fr, 15.04.11: idem wie oben - 700 hm - 1 1/2 St.

      Di, 19.04.11: Oberegger Alm - direkter Weg zum Kronplatz - 700 hm - 1 1/4 St.

26) Sa, 30.04.11: Letztes Anschnallen der Tourenskier im Winter 2010/11 - Von der Brackenhütte zum Kronplatz - Aufstieg Alpenlift, Abfahrt über Spitzhorn (eine Überquerung zu Fuß auf aperer Stelle) - 500 hm - 3/4 St. im Aufstieg


Bei insgesamt 33 Ski- und Wandertouren mit Rodel im Winter 2010/11 bin ich 55 Stunden unterwegs gewesen (reine Gehzeit) und habe 23.400 Höhenmeter gemacht, bei großteils guten Bedingungen.

Es ist für mich immer eine Freude und Genugtuung, mit Kollegen unterwegs sein zu dürfen und nach jeder Tour dankbar zu sein, dass man wieder gut und gesund nach Hause zurückkehren kann.

Sonntag, 20. März 2011

Geburtstagsreise nach Lappland

Mo, 07.03.11: Anreisetag
Auf Einladung unseres Sohnes Hannes sind wir (Zilli und ich) am Montag um 4.15 Uhr mit unserem Auto, chauffiert von Christian, zuhause abgefahren und hatten um 5.00 Uhr bei der Autobahneinfahrt Vahrn einen Taxi (Rauch Reisen: Euro 45,00 pro Person) organisiert, der uns zum Flughafen nach München brachte.
Um 7.30 Uhr waren wir bereits dort und checkten am Terminal 1 ein. Abflug mit Finnair war um 10.20 Uhr vorgesehen, doch verzögerte sich dieser Flug aus irgendwelchen  Gründen um 1 Stunde. Nach 2 1/2 Stunden Flugzeit über den Wolken von Deutschland, Tschechien, Polen und Estland (Tallin) landeten wir um ca. 14.00 Uhr in Helsinki.


Nachdem wir André (Mitstudent von Hannes und Heimleiter in Klagenfurt) im Flughafengebäude von Helsinki getroffen haben ging der Flug um 16.20 Uhr (Zeitverschiebung: + 1 St.) weiter nach Kittilä (Flugdauer ungefähr 1 1/4 St.). Wir landeten dort nach ungefähr 820 Flugkilometern (insges. zurückgelegte Flugkilometer: 2.400 + ca. 250 km von Olang nach München = 2.650 km eine Strecke).
Um 18.00 Uhr (Dämmerung) fuhren wir mit dem Taxi nach Sirkka (12 km). Dort trafen wir in zwei mit Holzbäumen ausgezimmerten Hütten Hannes und Maijastiina, Margit und Seppi, Franz und Michaela mit Klein Lasse, zwei Studienkollegen von Hannes, Daniel aus Seeboden und Daniel aus Oberrasen, der Studienkollege aus Dresden Michael mit seiner Frau Katja und einen weiteren Freund, Veikko aus Finnland.

In Holzhaus 1 haben wir vorzüglich zu Abend gegessen (köstlicher Lachs mit Zuspeisen) und uns anschließend noch in gemütlicher Runde unterhalten bis wir dann müde und zufrieden unsere Schlafgemächer aufsuchten.
Einige hatten schon einen sportlichen Tag hinter sich: entweder waren sie mit Langlaufskiern unterwegs oder hatten Schneeschuhe ausgeliehen zum Wandern. Die Schneeschuhwanderer waren ziemlich k.o.: sie erzählten, dass sie im freien Gelände bis zu den Oberschenkel eingebrochen sind; sie gaben dem tiefen Pulverschnee die Schuld, aber es könnte auch gewesen sein (Vorvergangenheit ... mehr dazu gleich!), dass die Schneeschuhe falsch eingestellt oder die Wanderer in der Vorwärtsbewegung falsch orientiert waren!

Noch etwas zu Finnland: Helsinki ist mit seinen ca. 600.000 Einwohnern die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Finnlands. Finnland selbst hat 5,3 Millionen Einwohner, ist flächenmäßig nur wenig kleiner als Deutschland und gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Ein Drittel der Fläche Finnlands liegt nördlich des Polarkreises. Die beiden offiziellen Landessprachen sind Finnisch (92%) und Schwedisch (6%). Die Mehrheit der finnischen Bevölkerung gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an. Mehr über Land und Leute - wie etwa die Tatsache, dass in Helsinki im Jahre 1952 die Olympischen Sommerspiele statt fanden, welche ursprünglich bereits für 1940 geplant waren, dann aber wegen des 2. Weltkrieges abgesagt wurden - auf Wikipedia.

Die, 08.03.11:  Rentiersafari
Als erste waren Zilli und ich in der Hütte 2 wach.
Nach dem Frühstück im gemütlichen Holzhaus sind wir zu Fuß ins Ortszentrum Sirkka gegangen und  bestiegen anschließend den Hügel (Tunturi) LEVI  (bekannt durch die Skiweltcuprennen der Damen im Frühwinter). Von dort oben hatten wir einen herrlichen Ausblick auf das Dorf Sirkka und das dazugehörige Skigebiet Levi.

Zu Mittag wurden alle bereits hier anwesenden Geburtstagsgäste von einem Taxi abgeholt und zu einer Rentierfarm gefahren. Dort warteten bereits die Tiere auf die Rentiersafari. Eine Saamifamilie begrüßte und erklärte uns freundlich, wie sie zu lenken sind. Zu zweit wurden wir von einem solchen nordischen Tier in einem Schlitten durch die Wälder, über zugefrorene Seeen und Flüsse zu einer ca. 5 km entfernten Hütte gezogen. Diese Saamifamilie besitzt ungefähr 100 Rentiere (die genauen Zahlen verraten sie nicht) und nachdem die Weibchen jetzt trächtig sind, wurden wir von den männlichen Tieren, nach eigener Lenkung wie bei den Pferden, recht flott kutschiert.
In der Hütte wurde uns ein schmackhaftes Rentiergericht mit Kartoffeln (werden in Lappland jährlich zweimal geerntet) und einer für dieses Gebiet typischen Nachspeise serviert bis es dann mit uns und den Tieren noch flotter heimwärts ging.

Nach Auskunft dieser Familie leben im finnischen Teil Lapplands ungefähr 6.000 Saamis, wovon ca. 2.000 in Helsinki studieren oder arbeiten, aber immer wieder gerne nach Hause zurückkehren.
Ein größerer Teil der Saami-Familien leben in Lappland Nordschwedens und Norwegens. Sie sprechen unterschiedliche Sprachen und Dialekte, können sich aber untereinander verständigen. In der Schule ist dies ihre Hauptsprache, lernen als Zweitsprache natürlich Finnisch, Schwedisch oder Norwegisch.

Den Abschluss dieser Safari machten wir in einem Irish-Pub, ohne Saamis, bis wir dann wieder zu unseren heimeligen und warmen Häusern zurückkehrten.  Vor dem täglichen Abendessen ist ein finnischer Saunagang zu empfehlen.
Abends wurde in der Hütte 2 für die ganze Runde Pizza aufgetischt.

Abends gesellten sich Herbert und Alice (Herbert war ein Studienkollege von Hannes aus den Zeiten in Jyväskylä) noch hinzu und so waren wir 17 Personen, aufgeteilt auf  die zwei Holzhäuser. Eine stattliche Anzahl für eine Geburtstagsfeier in Lappland.    
Mi, 09.03.11: Wandertag
Weckruf wie normal um 7.30 Uhr. Gemütlichkeit am Frühstückstisch und kurze Lagebesprechung, bevor Zilli und ich zu einer Wanderung und geplanten Gondelfahrt auf den Levi-Hügel aufbrachen. Es ist dies das größte Skigebiet Finnlands und nachdem die erste kurze Gondelfahrt recht gut klappte, gingen wir der kaum befahrenen Strasse entlang und gelangten nach einer halben Stunde zu den Eisskulpturen, erbaut von chinesischen Künstlern.

Geplant war dann die zweite Bergfahrt mit der Gondel auf der Nordseite des Hügels (bewachsene Hügel = Vaara, baumfreie Hügel = Tunturi; Levi = Tunturi). Nachdem aber der Wind zu stark war, fiel diese aus und wir wanderten zu Fuß weiter nach Tievi, haben dort zu Mittag gegessen (Cheeseburger ... eigentlich wollten wir ein Käsebrot!) und sind dann wieder auf dem Fußgängerweg neben der Loipe entlang bis nach Sirkka zurück gegangen (insgesamter Fußmarsch am heutigen Tag: 3 1/2 Stunden).

Eines wäre Pflicht, wenn man in dieser Gegendend wohnen würde: Skilanglauf. Unzählige Loipen (teils beleuchtet) verschiedener Schwierigkeitsgrade durchqueren die endlosen Wälder oder führen auf Seeen und Flüssen entlang. Täglich werden sie frisch gespurt und zahlreich werden sie auch genutzt (gratis). Für diesen Volkssport wird gar einiges investiert.
Veikko und Franz haben kostenlose Privatstunden für langlaufbegeisterte Mitstreiter angeboten mit dem Ergebnis, dass abends nach dem Saunagang alle Langläufer totmüde in ihren Unterkünften anzutreffen waren. Dieser Sport hat es in sich: zuschauend möchte man meinen, Langlaufen ist keine Kunst, aber wenn man die Technik nicht beherrscht, kommt man sehr schnell ins Schwitzen!

Das Abendessen wurde in der Hütte 2 aufgetischt und die süße Nachspeise mit dem sizilianischen Moscatwein, zubereitet und kredenzt von Franz und Daniel, schmeckte besonders gut.
Hier muß ich anmerken, dass - im Verhältnis zu meiner Generation - auch die männliche Jugend sehr gut kochen, auftischen und abräumen kann!

Eine Frage noch an André und Michael: wie war das mit der Vorvergangenheit in Thüringen? Ihr könnt uns sicher dazu einen passenden Beitrag liefern oder dies grammatikalisch aufklären.

Ein ausgefüllter Tag ging somit zu Ende.

Do, 10.03.11: Geburtstagsfeier
Runder Geburtstag (30) des Sohnemannes HANNES und seines Dresdner Studienkollegen MICHAEL (gleichaltrig bzw. gleich jung).
Dies war eigentlich der Anlass, dass diese Lapplandreise zustande gekommen ist. Wir danken Hannes und Maijastiina an dieser Stelle recht herzlich für die Organisation und können im Nachhinein sagen, dass dies eine gute Idee war, nachdem alle noch nie in Lappland waren und zudem noch viele nette Erlebnisse mit nach Hause nehmen konnten. Für Hannes war es sicherlich erfreulich, dass so viele junge Leute seiner Einladung gefolgt sind.
Die Abgeschiedenheit, Ruhe und Gemütlichkeit in dieser Gegend tut uns gestressten Menschen wirklich gut (nicht wahr, André?). Wir konnten diese Tage dort oben im Hohen Norden wirklich genießen.

Maijastiina, Zilli und ich fuhren an diesem Tag um 7 Uhr mit dem Bus in Sirkka ab und nach 170 km in südlicher Richtung haben wir  Rovaniemi erreicht. Nach 2 1/2 Stunden Fahrzeit trafen wir dort die Eltern unserer Schwiegertochter, Sirkka und Erkki.

.Aus einem Reisebericht habe ich entnommen, dass Rovaniemi die flächenmäßig größte Stadt Europas ist, aber nur ca. 60.000 Einwohner hat. Diese Stadt liegt am Nördlichen Polarkreis, wo auch der "Santa Claus" zuhause ist. Vor der Weiterreise zum Weihnachtsmann sind wir zusammen in die Kirche gegangen (erbaut im Jahre 1632, abgebrannt im 2. Weltkrieg, neu aufgebaut und eingeweiht im Jahre 1950) und anschließend zu den Sprungschanzen und ins Langlaufzentrum gefahren.
Ein Besuch beim Weihnachtsmann "Santa Claus" durfte natürlich nicht fehlen und ein Foto mit ihm war unser Wunsch. Auf die Frage von wo wir herkommen, antworteten wir, aus Südtirol und auf Deutsch sagte er uns, dass er um Weihnachten 2010 das letzte Mal dort war!
Die Rückfahrt im Privatauto war sehr angenehm und überhaupt stellten wir fest, dass auf diesen endlos geraden Strecken wenig Verkehr war.

Bei unseren zwei Holzhäusern angekommen, gratulierten wir zu aller erst unserem Sohn Hannes zu seinem 30. Geburtstag, wünschten ihm Gesundheit, Glück und Erfolg und viel Freude mit dem Nachwuchs.
Die Schwiegereltern bereiteten ihm und allen Mitgereisten zu diesem Anlass ein vorzügliches Abendessen (insgesamt waren wir jetzt zu 19) mit kalter finnischer Vorspeise (Lachsbrötchen), einer Rentiersuppe und als Hauptspeise ein Elchgericht mit Zutaten. Natürlich durfte der - in Finnland teuer erkaufte -  Wein auch nicht fehlen. Alles schmeckte ausgezeichnet und ich möchte hier nochmals, wohl im Namen aller, der Familie Rouhiainen einen herzlichen Dank aussprechen.
Als Nachspeise gab es finnische Beeren und einen vom Nachbarhaus leckeren Kuchen, zubereitet von Katja, wohl auch als Anlass zum gleichzeitigen runden Geburtstag ihres Mannes Michael.
Die Geburtstagskinder HANNES und MICHAEL wurden gebührend gefeiert und es war ein gemütlicher Abend in geselliger Runde.
Zu dieser Gelegenheit wurden offensichtlich auch die "Nordlichter" bestellt und tatsächlich konnten wir gegen Mitternacht hellblaue Streifen am Horizont entdecken. Die anderen Tage war es entweder zu wenig kalt oder der Himmel war mit Wolken behangen.

Die Junggebliebenen ließen die Geburtstagskinder noch im Dorfzentrum Hoch leben, die ältere Generation ging nach Mitternacht langsam zu Bett.


Fr, 11.03.11: Skitag
Wir haben uns bereits an die Gemütlichkeit in dieser Gegend gewöhnt und ließen den Tag entsprechend ruhig angehen. Andere hatten noch etwas nachzuschlafen, Hannes, André, Zilli und ich beschlossen, diesen Tag mit Skiern den Levi-Hügel abzufahren.
Nach einem etwas späteren Frühstück haben wir uns in einem Sportgeschäft die Ausrüstung stundenweise ausgeliehen und nachdem 4 Skikarten in unseren Unterkünften zur Verfügung standen, haben wir bei leichtem Schneefall unser Vorhaben in die Tat umgesetzt. Die Sicht war nicht die Beste, trotzdem haben wir auf dem Hügel des Skiberges zwei Rentiere im Schnee gesehen. Wahrscheinlich haben sich diese Tiere schon an die Skifahrer gewöhnt.
Rund um diesen Hügel gibt es ca. 25 Aufstiegsanlagen (Doppelmayr), davon 1 kurzen und 1 längeren Gondellift, 1 Sessellift und alles andere waren Schlepplifte. Wir sind alle Pisten abgefahren, auch eine Schwarze, wo in den letzten Jahren immer Ende November die Weltcuprennen der Damen ausgetragen wurden. Alle diese Pisten abzufahren - nicht auf die Schnelle - braucht man ungefähr 3 Stunden.

Was uns zudem noch auffiel waren einige Selbstversorgerhütten, "Kottas" genannt, an den Talstationen der Lifte. Diese sind auch entlang den Loipen und Wanderwegen anzutreffen. In diesen "Kottas" wird in der Früh Feuer gemacht, man kann sich dort erwärmen aber auch mitgebrachte Würste grillen oder Speisen verzehren. Geht das Feuer langsam aus, ist man angehalten - auf gut Pustrerisch - nachzuschüren.


Ein Saunagang nach einem Skitag ist angenehm und wirkt entspannend. Die Abkühlung zwischen den Saunagängen draußen in der tiefverschneiten Schneelandschaft ist mir in diesem Urlaub nicht gelungen.
Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden!


Sa, 12.03.11: Motorschlittenfahrt
Auf diesen Morgen haben wir uns lange schon gefreut. Nachdem vier aus unserer Gesellschaft schon eine Motorschlittenfahrt hinter sich hatten (Katja und Michael, Herbert und Allice) und sie begeistert von diesem Erlebnis berichteten, sind wir (Erkki, Zilli, Hannes und meine Wenigkeit) nach dem Frühstück zu einem Snowmobile-Verleih hingegangen, haben uns entsprechend gekleidet (zusätzlich warme Kleidung wird in der Verleihstelle angeboten) und uns erklären lassen, wie ein solcher Schlitten zu lenken ist. Voraussetzung ist, dass man einen Führerschein vorzuweisen hat, ohne einen solchen darf man den Motorschlitten nicht lenken.
Entlang der Strecken wird dies auch von der Polizei kontrolliert, auch wenn man zu schnell unterwegs ist, wird man bestraft (Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h).

Nachdem wir einen Experten (Erkki) mit dabei hatten, waren wir auch einigermaßen beruhigt. Erkki und Zilli, Hannes und ich starteten dann gegen 10.30 Uhr, zuerst ganz gemütlich, mit diesen 2 Vehikeln, wurden  immer schneidiger und fuhren dann auch dementsprechend.
Mit Sirkka und Maijastiina haben wir uns verabredet (sie fuhren mit dem Auto), bei einem entlegenen und auch mit den Motorschlitten erreichbaren Gehöft zu treffen und uns die Ausstellung des Finnischen Malers   REIDAR SÄRESTÖNIEMEN, der dort bis 1971 gelebt hat, anzuschauen. Dieser Künstler war sehr bekannt in Finnland und auch seine ausgestellten Bilder zeugen von seiner Berühmtheit.

Weiter ging es dann wieder mit den Snowmobiles über Flüsse und Seeen und durch endlose Waldgebiete bis zu einem Snow Village. So ein Schneedorf bzw. Hotel hat man früher auch schon einmal im Fernsehen gezeigt und jetzt konnten wir es in Natura anschauen. Alles igluähnlich aufgebaut mit Einzel- und Doppelbettzimmern, einer Kapelle, wo auch Brautleute getraut werden, einer Bar und einem getrennten Pokerraum - um nur einige Räume zu beschreiben. Die Betten in den Schlafzimmern sind überzogen mit Rentierfellen, einer angenehmen Unterlage und Decken und selbstverständlich braucht es auch einen warmen Schlafsack, für die Hochzeitsnacht natürlich entsprechend groß! Wenn man bedenkt, dass dies alle Jahre neu aufgebaut werden muß, so versteht man auch, dass die Unterkunft entsprechend teuer sein muss.

Auf der Rückfahrt haben wir wieder Loipen und Straßen überquert, natürlich vorher auf Verkehrsschildern angezeigt und auch auf Gegenverkehr ist hier Rücksicht zu nehmen. Die Motorschlitten werden durch Gasbetätigung vor- und auch rückwärts in Gang gebracht; selbstverständlich gibt es auch zusätzlich noch eine Handbremse.
Nach ca. 140 km Motorschlittenfahrt sind wir gegen Abend wieder nach Sirkka zurückgekehrt. Ein Erlebnis, das unvergessen bleiben wird und ich gerne weiterempfehlen kann!
Wie wir abends erfahren haben, sind auch noch André und Daniel an diesem Tag mit einem Motorschlitten unterwegs gewesen.

Als krönenden Abschluss nach dem Saunagang gab es an diesem Abend noch Speckknödel in der Hütte 2, zubereitet von Zilli. Danke dafür. Fast wäre dieses Knödelgericht ins "Wasser" gefallen, denn Andrés Gelüste nach Speck und Wurst waren groß und ohne diese Zutaten hätte es nur "Fastenknödel" gegeben. Ein Glück, dass er sich noch beherrschen konnte!!
So ging auch dieser letzte Abend in Lappland zu neige und die Ersten traten bereits die Heimreise an.
Eine nette, gemütliche, erholende und unvergessliche Woche neigte sich dem Ende zu und alle waren froh, dass sie der Einladung von Hannes gefolgt sind. Hoffentlich ergibt sich beim nächsten runden Geburtstag eine weitere Gelegenheit, sich mit diesen netten Leuten zu treffen. Dank an allen für die Harmonie und das gesellige Beisammensein an diesen Tagen. 
So, 13.03.11: Rückreisetag
Wenn es am schönsten ist, soll man Abschied nehmen. Und so war es bei dieser Reise nach Lappland. Viele nette und bleibende Eindrücke haben wir mitgenommen und am Frühstückstisch waren alle der Meinung, dass sich diese Reise in den Hohen Norden auf alle Fälle gelohnt hat.
Nachdem der Abflug von Kittilä für die meisten Teilnehmer erst gegen die Mittagszeit gebucht war, haben wir noch bei herrlichem Wetter einen Abstecher in das Dorfzentrum von Sirkka gemacht und die schönen Tage hier noch einmal Revü passieren lassen. Ein letzter Gang in die Marienkapelle und ein Dankgebet durfte nicht fehlen.
Von Hannes haben wir uns noch in unserer Unterkunft verabschiedet, nachdem er den Flug erst später und dadurch auch Zeit hatte, die Holzhäuser noch einmal auf ihre Sauberkeit zu überprüfen.
Ein letztes Abschiedsfoto wurde noch geknipst, bevor uns der Taxi zum Flughafen brachte. Bis Helsinki waren die mehreren noch gemeinsam unterwegs, bis sich dann die Wege trennten. Ein letztes Abschiedswort und eine innige Umarmung, bevor von den Geburtstagsgästen folgende Flughäfen angeflogen wurden: München, Berlin, Dresden, Wien, Zürich und Genf. So trennten sich die Wege und jeder kehrte zu seinem Arbeitsplatz bzw. Pensionssitz zurück :-)
Die Eltern von Maijastiina sind mit dem Auto zurück nach Anttola gefahren.
Von München konnten Zilli und ich dankensweter Weise mit Seppi und Margit nach Hause fahren und kamen gegen Mitternacht dort an. Flug und Fahrt gingen reibungslos über die Bühne.

Von dieser Stelle aus grüße ich nocheinmal alle Geburtstagsgäste und sage auf ein baldiges Wiedersehen zu welchem Anlass auch immer.

Abschließend noch ein herzlicher Dank an Hannes und Maijastiina für die Einladung und die ganze Organisation.